Unsere Dramapädagogik-Projektwoche vom 09.02.2015 – 13.02.2015 „Applaus!“ – „alkış!“ – „аплодисменты!“ – „applause!“ Licht an!

Die Woche vor den Faschingsferien war für die Klassen 5/6aÜ von Frau Sailer und 6b von Frau Held eine ganz besondere. 14 Studenten des Lehrstuhles Deutsch als Zweitsprache der Universität Augsburg planten in Kooperation mit dem Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) mit Helga Schuster, Volker Stöhr und Christian Beier fünf verschiedene Workshops. Wichtig im Projekt war dabei die Auseinandersetzung mit dem Sprachenschatz der Bärenkeller Schule. Die 33 Kindern und Jugendlichen im Dramaprojekt beherrschen viele Sprachen, von denen die meisten im Schulalltag nicht gehört werden. Die Vielfalt an Sprachen reicht von Türkisch, Russisch und Arabisch bis hin zu Bosnisch, Italienisch, Togolesisch, Polnisch, Kroatisch, Somalisch, Griechisch und Spanisch. In der Projektwoche wurden alle Kinder ermuntert diese verschiedenen Sprachen zu hören, sprechen, schreiben, singen oder gemeinsam zu ihnen zu tanzen. In gemischten Workshops waren die Schülerinnen und Schüler aus der Übergangsklasse gemeinsam mit Kindern aus der 6 a aber auch kreativ und stellten einiges auf die Beine. Neben den Zielen Sprachförderung und interkulturelles Lernen sollten die Kinder und Jugendlichen durch die abwechslungsreichen Übungen aus der Theaterpädagogik und einem gemeinsamen Auftritt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden.
Im Workshop „Licht aus!“, angeleitet von den Studierenden Marishal, Oxana und Kathrin, waren die Hauptdarsteller Habeeba, Thomas, Melina, Sebastian, Mihai, Andriana und Dayana. Mit Schattentheater und vielen weiteren Spielen, die die Sprachen aller berücksichtigten, verbrachten sie die Woche und wurden zu Künstlern hinter der Schattenwand.

Die zahlreich erschienenen Zuschauer – Eltern, Geschwister, Freunde, die Schulleitung der Bärenkeller-Mittelschule, die Mitarbeiter der Universität Augsburg und Freunde des Projekts – applaudieren und freuen sich über den gelungenen Abend im Theaterpädagogischen Zentrum in der Sommestraße. Die Theaterpädagogin Helga Schuster holt die Studierenden und die Schülerinnen und Schüler auf die Bühne.

Andreas und Maria leiteten den Workshop „Die tanzenden Drachen“ mit Bilal, Michael, Tanja, Kirill, Elena, Bushra und Joannis. Die Drachen lernten neben einem Tanz, den sie mit Bravour an der Aufführung vor Eltern, Geschwistern und Freunden zeigten, auch, wie man sich pantomimisch verständigen kann.

„Die Knall-Bonbons“, Annabell, Monika, Kimberly, Inas und Eryk um Amelie, Maria und Zhou beschäftigten sich mit Märchen. Sie schrieben diese in moderne Formen um, spielten sie nach und lernten auch Märchen aus anderen Kulturen kennen. Als „Stars vor der Kamera“ waren sie dafür, dass ihre Geschichten ein Happy End bekommen…

Beim „Akrobatik“-Workshop wuchsen Abdirahman, Lena, Jada, Akram, Dani, Melissa und Denise über sich hinaus. In nur wenigen Tag konnten Christian Beier, Christiane und Julia ihnen Radschlag, Handstand und tolle Pyramiden beibringen. Sie reisten die Woche durch ein „Fantasieland“ und erlebten bei ihren „Stopps“ Abenteuer, die sie an der Aufführung durch Akrobatikübungen darstellten.

Auch bei den „Theatros“ um Marie, Antonia, Aziza und Kaja ging es spaßig zu. Emil, Elma, Miyrem, Sude und Salih beschäftigten sich unter anderem mit den Themen „Liebe, Freundschaft und Familie“ in verschiedenen Sprachen und Kulturen, übten sich in Standbildern und unterschiedlichen Formen von Theater. Angetrieben von Teamgeist und Süßigkeiten war die Laune bei den „Theatros“ immer in Bestform.

Und so war die Woche viel zu schnell vorbei, als am Donnerstagnachmittag um 18.00 Uhr die Gäste eintrafen und eine tolle Show geboten bekamen. Die Theatros gaben Einblick in ihre Schauspielkünste, die Akrobaten führten die Zuschauer durch Abenteuer mit sportlicher Umsetzung, die Knall-Bonbons führten ein Märchen mit und ohne Happy-End vor. Die „Licht-aus!“-Gruppe lieferte Schattenwandkunst vom Feinsten und die tanzenden Drachen überzeugten mit einer tollen Darbietung ihres Tanzes.
Ein stattliches Buffet am Ende der Aufführung – einen herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben – galt als Abschluss des Abends.
Die Studierenden und Schüler verbrachten noch den Freitag gemeinsam, doch auf ein Wiedersehen freuen sich schon jetzt alle.